Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Ende GelÀnde 2016
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Ende GelĂ€nde 2016 war eine Großaktion zivilen Ungehorsams im Lausitzer Braunkohlerevier fĂŒr den Klimaschutz. Von Freitag, dem 13. Mai bis Sonntag, den 15. Mai blockierten 3500 bis 4000 Menschen den Betrieb des Tagebaus und des Kraftwerks Schwarze Pumpe,cite-ref-erste-kurze-bilanz-1-0[1] das Kraftwerk musste auf 20 % seiner Leistung gedrosselt werden.cite-ref-eex-transparency-com-2-0[2]

Ende GelĂ€nde 2016 war eine Fortsetzung von Ende GelĂ€nde 2015 und Teil der weltweiten Aktionswoche „Break Free!“ der Bewegung fĂŒr Klimagerechtigkeit in der ersten MaihĂ€lfte, mit dem gemeinsamen Ziel „fossile Brennstoffe im Boden zu lassen und eine neuartige gerechte Wirtschaft mit 100 % erneuerbaren Energien aufzubauen“.cite-ref-3[3]

Contents

‱ Klima-Camp
‱ Aktion
‱ Vattenfall
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Hintergrund

Ende GelĂ€nde grĂŒndete sich in Deutschland im Jahr 2015 als Zusammenschluss von Umweltgruppen und „Menschen aus den Anti-Atom- und Anti-Kohle-Bewegungen“. Die erste Aktion des BĂŒndnisses war mit Ende GelĂ€nde 2015 die Blockade des Tagebau Garzweiler von RWE.cite-ref-4[4] Auf einer Konferenz in Leipzig im November 2015 wurde entschieden, den Protest im Jahr 2016 in die Lausitz zu verlegen, um den Verkauf des Braunkohlereviers von Vattenfall an EPH/EP Energy und seinen weiteren langfristigen Betrieb zu verhindern. Stattdessen sollte erreicht werden, dass Vattenfall die Kraftwerke und Tagebaue schnell und sozialvertrĂ€glich schließt.cite-ref-interventionistische-linke-org-5-0[5]

Zudem sieht sich Ende GelĂ€nde als Teil eines „globalen Kampfes“ gegen fossile Infrastrukturen: „Pipelines in den USA, KohlehĂ€fen in Australien, Fracking in Brasilien, Ölbohrungen in Nigeria“.cite-ref-eg-aufruf-6-0[6] Schließlich wird eine Abkehr von „Profitlogik und Wachstumswahn“, „Großprojekte(n) und (der) fortgesetzte(n) Ausbeutung des globalen SĂŒdens“ gefordert.cite-ref-interventionistische-linke-org-5-1[5] Ein Sprecher des BĂŒndnisses erklĂ€rte, dass der „Ausstieg aus der Kohlekraft in Paris von der Weltgemeinschaft festgeschrieben (wurde), aber es hĂ€lt sich jetzt niemand daran.“ Deshalb seien Protest und auch ziviler Ungehorsam notwendig und legitim.cite-ref-7[7]

Das Ziel war, den Tagebau Welzow-SĂŒd vorĂŒbergehend stillzulegen. Dieser wurde vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall betrieben, der dort jĂ€hrlich rund 20 Millionen Tonnen Braunkohle förderte. So sollte die Kohleversorgung des Kraftwerks Schwarze Pumpe bei Spremberg unterbrochen und Vattenfall zum Herunterfahren desselben gezwungen werden.

Anfang des Jahres 2016 hatte Vattenfall angekĂŒndigt, seine gesamte deutsche Braunkohlesparte inklusive der Tagebaue und Kraftwerke zu verkaufen. KĂ€ufer sollten der tschechische Energiekonzern EPH und der Finanzinvestor PPF werden. Nach SchĂ€tzungen lagern noch rund eine Milliarde Tonnen Braunkohle im Lausitzer Revier mit einem Geldwert von zwei bis vier Milliarden Euro. Einen großen Teil davon will der neue Betreiber EPH fördern und in Schwarze Pumpe sowie JĂ€nschwalde und Boxberg verbrennen.cite-ref-8[8] Durch den Wechsel vom staatlichen Konzern Vattenfall zu EPH/PPF befĂŒrchten Kritiker wie Greenpeace eine Verschlechterung der sozialen und ökologischen Standards fĂŒr die Region, mangelhafte finanzielle RĂŒckstellungen fĂŒr die spĂ€tere Rekultivierung der Tagebaue und eine Verzögerung des Kohleausstiegs.cite-ref-9[9]

Von den KohlebefĂŒrwortern in der Region wurde der Verkauf an EPH/PPF als alternativlos angesehen. Die Kohle soll so noch möglichst lange abgebaut und verbrannt werden, laut EU Energiekommissar Oettinger und Gewerkschaft IGBCE bis mindestens zur Mitte des Jahrhunderts.cite-ref-10[10] Der von Menschen verursachte Klimawandel wird dabei geleugnet oder marginalisiert,cite-ref-pro-lausitz-11-0[11] oder das mögliche Ende der Lausitzer Kohle als klimatisch und politisch unwichtig dargestellt.cite-ref-pro-lausitz-11-1[11] Die Kraftwerke seien so modern, dass sie dem „Weltklima sogar helfen“ könnten.cite-ref-pro-lausitz-11-2[11] Die Forderung nach einem Kohleausstieg wird abgelehnt.

Organisation

Ende GelĂ€nde war eingebettet in die weltweite Woche gegen fossile Energien namens „Break Free from fossil fuels“ des gleichnamigen BĂŒndnisses.cite-ref-breakfree-12-0[12] Dazu kamen verschiedene weitere Veranstaltungen fĂŒr die Energiewende und gegen die klimaschĂ€dliche Kohlenutzung. Am 14. Mai fĂŒhrte eine Demonstration „gegen Kohleverstromung“ mit 1500 Teilnehmern durch Welzow,cite-ref-13[13] zu der neben Oxfam Deutschland, dem INKOTA-netzwerk, campact, attac Deutschland, Robin Wood und 350.org auch der BUND seine Mitglieder zur Teilnahme aufrief.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]

Ende GelĂ€nde wurde von verschiedenen, trotz der internationalen Teilnehmer ĂŒberwiegend in Deutschland ansĂ€ssigen Gruppen organisiert, unter anderem von der Anti-Kohle Gruppe ausgeCO2hlt, die Ende GelĂ€nde 2015 ausrichtete. Zum Kreis der Organisatoren gehörten Einzelpersonen, lokale, ĂŒberregionale und internationale Umweltgruppen, ZusammenhĂ€nge aus der Antiatombewegung und aus dem antikapitalistischen Spektrum. FĂŒr Ende GelĂ€nde 2016 wurde europaweit mobilisiert und die Zahl der internationalen Teilnehmer wurde auf ĂŒber 1000 geschĂ€tzt.cite-ref-rbb-online-protestaktion-16-0[16] Die Internationalen Teilnehmer reisten mit Bussen und in mehreren lĂ€ngeren Fahrradtouren aus Kopenhagen, Wien, Bern, Paris und Ost-England an.cite-ref-17[17]

Der Aufruf zum zivilen Ungehorsam wurde von 52 Organisationen unterzeichnet, die die Aktionsform und das Anliegen unterstĂŒtzen, unter anderem: 350.org, ATTAC Deutschland, GrĂŒne Jugend Bundesverband, Linksjugend Solid Bundesverband, Interventionistische Linke Bundesverband, YASunidos (Ecuador) und Fuel Poverty Action (UK).cite-ref-eg-aufruf-6-1[6]

Eine „SolidaritĂ€tserklĂ€rung mit dem friedlichen Protest gegen die Kohle“ wurde von 16 Gruppen unterzeichnet, unter anderen vom BUND-Bundesverband, BUNDjugend, Campact, Oxfam, Naturfreunde Deutschlands, Umweltinstitut MĂŒnchen und Urgewald.cite-ref-18[18]

Ende GelĂ€nde gliedert sich in 17 Arbeitsgruppen, die verschiedene Aufgaben von der Anreise ĂŒber die politischen Aktionen bis zur Pressearbeit unter sich aufgeteilt hatten, was eine reibungslose Organisation ermöglichte.cite-ref-ber-uns-19-0[19]

Kampagne gegen Ende GelÀnde

Schon lange vor Ende GelĂ€nde wurde der angekĂŒndigte zivile Ungehorsam, von KohlebefĂŒrwortern wiederholt als „Gewalt“ bezeichnet und mit juristischen Repressalien bedroht.cite-ref-20[20] In der Region wurden tausende Schilder aufgehĂ€ngt, im Aussehen Ă€hnlich den Wahlkampfschildern, mit der Aufschrift „Pfingsten 2016 Gewalt stoppen“. Dahinter stand der Verein „pro Lausitzer Braunkohle“.cite-ref-21[21] Pro Lausitzer Braunkohle e. V. sowie weitere „pro-Kohle“-Initiativen wurden wiederholt gerĂŒgt, da sie von Vattenfall finanziert werden, sich jedoch fĂ€lschlich als unabhĂ€ngig und bĂŒrgernah darstellen.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-spiegel-118184388-24-0[24]cite-ref-25[25] Ende GelĂ€nde nannte die Diskreditierung des zivilen Ungehorsams als Gewalt eine „Unterstellung“, die den Menschen in der Region „offenbar gezielt Angst machen sollte“.cite-ref-wieteilnehmen-26-0[26]

Klima-Camp

Das Laustizcamp findet seit 2011 in der Lausitz statt unter dem Motto „Kein Land mehr fĂŒr Kohle!“.cite-ref-27[27] Im Jahr 2016 fiel es wesentlich grĂ¶ĂŸer aus, da die meisten Aktivisten von Ende GelĂ€nde dort ĂŒbernachteten. Einigen Medien (Rundfunk Berlin-Brandenburg u. a.) verbreiteten die Falschmeldung von einem „Catering“ auf dem Lausitzcamp,cite-ref-28[28] und meinten damit das KĂŒchen-Kollektiv, welches auf dem Klimacamp kochte. Alle Teilnehmer waren angehalten, dafĂŒr einen Unkostenbeitrag von 10 bis 15 Euro je Tag beizusteuern und in verschiedenen Arbeitsgruppen das KĂŒchen-Kollektiv zu unterstĂŒtzen.cite-ref-aktionstrainings-29-0[29]

Finger-Taktik

Die 3500–4000 Aktivisten wandten die „FĂŒnf-Finger-Taktik“ an, die im Wendland wĂ€hrend der Castortransporte erfolgreich war; das heißt, sie teilten sich in „Fingerstrukturen“ auf. Eine Gruppe von mehreren hundert Personen ist dabei einem „Finger“ zugeordnet, 5–15 Personen bilden ein „Bezugsgruppe“ und je zwei Personen bilden ein „Tandem“.cite-ref-wieteilnehmen-26-1[26] Tandems, Einzelpersonen und Bezugsgruppen geben sich Phantasienamen, um sich in der Menge jederzeit finden zu können, jedoch gegenĂŒber der Polizei und Werkschutz anonym bleiben zu können. Deshalb trugen viele Aktivisten, insbesondere auf den offiziellen Photos, Sonnenbrillen und Staubmasken.cite-ref-30[30] In der Gewahrsamnahme in Cottbus verweigerten die meisten die Angabe ihrer Personalien.cite-ref-31[31] Die Bezugsgruppen handeln in der Aktion autonom, das heißt, sie berufen bei Bedarf ein Plenum ein und beraten, ob sie die Aktion weitertragen, eine Eskalation in Kauf nehmen, oder abbrechen.cite-ref-32[32] Ein Rat aus Delegierten aus jeder Bezugsgruppe, das „Delegiertenplenum“ tritt seltener zusammen und reprĂ€sentiert einen gesamten „Finger“ mit mehreren hundert Personen. Die Entscheidungen der Finger sind daher nicht vollstĂ€ndig vorhersehbar und planbar, da teils am Ort neu entschieden wird. Wie die Medien berichteten, haben die Fingerstrukturen vor dem Wochenende bereits das gewaltlose „Durchfließen“ von Polizeiketten in „Aktionstrainings“ geĂŒbt.cite-ref-aktionstrainings-29-1[29] Zu jedem Finger gehört eine Fahnengruppe, die Richtungswechsel angibt. Eine Gruppe mit FunkgerĂ€ten kommuniziert mit den anderen Fingern. Eine Gruppe mit Megaphonen ist fĂŒr Ansagen, Gesang und Sprechchöre verantwortlich. Dazu kommen jeweils noch einzelne SanitĂ€ter, Photographen, Journalisten und Parlamentarier.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]

Aktion

Die Besetzung begann grĂ¶ĂŸtenteils am Freitag, dem 13. Mai, erreichte einen Höhepunkt am Samstag Abend und endete grĂ¶ĂŸtenteils am Sonntag 15:00 Uhr.

Freitag, 13. Mai

Am Freitag verließen drei große Gruppen, der rote, orange und grĂŒne Finger gegen 13:00 das Klimacamp. Der „grĂŒne Finger“, auch als „internationaler Finger“ bezeichnet, besetzte eine Verladestation und einen Schienenknotenpunkt der Braunkohle, zunĂ€chst nur die Schienen, spĂ€ter auch die zwei Kohle-VerladetĂŒrme. Der „orange Finger“ besetzte den Schienenstrang direkt vor dem Kraftwerk, der „rote Finger“ ging in den Tagebau und besetzte mehrere Abraumbagger und FörderbĂ€nder. Viele der Aktivisten setzten die Blockade auf den Baggern und FörderbĂ€ndern ĂŒber Nacht fort.cite-ref-35[35] Polizei und Werkschutz schritten nicht ein. Zudem gab es zwei Blockaden unabhĂ€ngig von Ende GelĂ€nde, Aktivisten von Robin Wood blockierten einen Schienenstrang am Kraftwerk durch abseilen und eine zweite mittels einer Betonpyramide. Die Polizei sprach zu diesem Zeitpunkt von 1000, Ende GelĂ€nde von 2000 Aktivisten.

WĂ€hrend Vattenfall am Morgen noch das Betreten des Tagebaus Aktivisten und Journalisten untersagte, erklĂ€rte der Sprecher Thoralf Schirmer am Nachmittag einen „Tag der offenen TĂŒr“. Man könne das Kraftwerk fĂŒr 24 Stunden auch ohne Tagebau versorgen. Die Polizei erklĂ€rte, die Bagger seien schon am Donnerstag abgestellt worden, und es bestĂŒnde keine Gefahr und kein Anlass einzugreifen.cite-ref-36[36]

Samstag, 14. Mai

Am Samstag morgen stellte Vattenfall zahlreiche Strafanzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs. Indessen begaben sich der blaue und hellblaue Finger mit FahrrĂ€dern zum Kraftwerk zur UnterstĂŒtzung der Sitzblockade.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38] Die Besetzungen im Tagebau und an der Kohleverladestation erhielten UnterstĂŒtzung, nachdem viele Aktivisten in der Nacht zum Schlafen ins Lausitzcamp gegangen waren. 10:30 wurde ein letzter Schienenstrang zwischen Kraftwerk und Kohlelager besetzt, womit das Kraftwerk vom Brennstoffnachschub abgeschnitten war, und bis zur Beendigung der Blockade Sonntag Nachmittag abgeschnitten blieb.cite-ref-ende-gel-nde-berichte-39-0[39]

12:40 Uhr forderte Vattenfall erneut die RĂ€umung der Blockaden mit der BegrĂŒndung „die Produktion [könne] so nicht laufen“. Die Sprecherin der Polizei Ines Fieloh erklĂ€rte jedoch: „Solange fĂŒr die Aktivisten in der Grube und auf dem Bagger keine Gefahr fĂŒr Leib und Leben besteht, gehen wir da nicht rein.“cite-ref-40[40] „Eine staatsanwaltliche PrĂŒfung habe ergeben, dass keine StraftatbestĂ€nde wie Hausfriedensbruch oder Nötigung vorlĂ€gen.“cite-ref-rbb-online-protestaktion-16-1[16]

Rund 1000 Menschen demonstrierten ab 13:20 gegen den Kohleabbau in der Lausitz. In einer lange vorab angemeldeten Demonstration zogen sie von Welzow nach Proschim. Proschim soll nach den jetzigen PlÀnen weggebaggert werden.

15:50 sollten die Aktivisten von der Schieneblockade bei Roggosen gerĂ€umt werden, wobei die Polizei die Gleise zersĂ€gen musste, so dass diese fĂŒr KohlezĂŒge unpassierbar blieben. Gegen vier Uhr erklĂ€rte Vattenfall, die Leistung des Kraftwerks auf 20 % gedrosselt zu haben.

Kleingruppen von Ende GelĂ€nde blockierten den Samstag ĂŒber kurzzeitig Straßen und Fahrradwege mit aufblasbaren WĂŒrfeln. Fahrzeuge des Werkschutzes wurden so vom Befahren der Straßen abgehalten.cite-ref-41[41]

Besetzung des Kraftwerks

Um 16:10 Uhr bildete sich aus der Sitzblockade vor dem Kraftwerk Schwarze Pumpe eine kleinere Gruppe von einigen hundert Aktivisten, die sich vor das Kraftwerk begaben. Um 16:45 Uhr, nach einem Plenumsbeschluss, ĂŒberstiegen rund 1000 Aktivisten die ZĂ€une zum KraftwerksgelĂ€nde. Teils wurden ZĂ€une beschĂ€digt, das Tor wurde niedergerissen.cite-ref-youtube-com-42-0[42] Vattenfall sprach spĂ€ter von einer „ErstĂŒrmung“ des Kraftwerks.cite-ref-43[43] Im WerksgelĂ€nde bewegten sich die Aktivisten fĂŒr einige Minuten weitestgehend frei und scheinbar ziellos, wobei sich der Werkschutz zurĂŒckgezogen hatte. Nach nur fĂŒnf Minuten, um 16:50 Uhr, traf eine Hundertschaft der Polizei ein und die Aktivisten versuchten, den einsetzenden Festnahmen, begleitet von Schlagstockeinsatz und Pfefferspray, durch Flucht ĂŒber die ZĂ€une auf der SĂŒdseite des Kraftwerks zu entgehen.cite-ref-youtube-com-42-1[42] Einige zogen sich erhebliche Verletzungen beim Übersteigen der ZĂ€une zu.cite-ref-44[44] Zwei Aktivisten wurden durch RettungskrĂ€fte in ein Krankenhaus gebracht.cite-ref-polbrb-45-0[45] Die Polizei setzte rund 130 Aktivisten in einem Kessel fest, bevor sie in die Wache nach Cottbus gebracht wurden, wo sie die Nacht verbrachten.

Um 19:30 Uhr schloss sich die Polizei dem schon zuvor geĂ€ußerten Vorwurf Vattenfalls an und verschĂ€rfte ihn zudem als „schweren“ Landfriedensbruch.cite-ref-rbb-online-protestaktion-16-2[16]cite-ref-mopo-46-0[46]cite-ref-polbrb-45-1[45] Zur BegrĂŒndung hieß es, die Aktivisten hĂ€tten „den Bogen deutlich ĂŒberspannt [...], indem sie im Werkseingangsbereich die ZĂ€une niederrissen und sich dann auf das WerksgelĂ€nde begaben.“cite-ref-rbb-online-protestaktion-16-3[16]

In den Abendnachrichten des Rundfunks Berlin Brandenburgs wurde berichtet, dass von den Aktivisten Gewalt gegen Mitarbeiter des Werkschutzes ausgegangen wĂ€re, wobei ein Wachmann verletzt worden sei.cite-ref-rbb-online-protestaktion-16-4[16] Andere Medien wie der evangelische Pressedienst, Neues Deutschland und TAZ bestĂ€tigten dies jedoch nicht.cite-ref-47[47]cite-ref-eskalation-48-0[48]cite-ref-49[49] Von Vattenfall wurde der Vorwurf eines verletzten Wachmanns nicht erhoben. Ende GelĂ€nde widersprach der Darstellung des RBB: „[
] auch beim Besuch des Kraftwerks haben wir unseren Aktionskonsens strikt eingehalten – Menschen wurden nicht gefĂ€hrdet. NatĂŒrlich kann es zu Blockaden gehören, einen Zaun zu ĂŒberwinden.“cite-ref-pm-1805-50-0[50]

Um 19:40 Uhr erklĂ€rte Ende GelĂ€nde, dass sich im Laufe des Tages 3500 Menschen an den Blockaden beteiligt hĂ€tten, was als großer Erfolg gewertet wurde. 700 Aktivisten bereiteten sich auf den, trotz der KraftwerksrĂ€umung, weiterbestehenden Blockaden auf die Nacht vor.

Am Abend fand vor dem Kraftwerk eine spontane Demonstration mit einigen hundert Teilnehmern unter dem Motto „Wir leben von der Kohle“ und „Wir lassen uns nicht von Zugereisten die ganze Lausitz kaputt trampeln“ statt. Viele pro-Kohle Demonstranten kamen direkt von der Schicht.cite-ref-eskalation-48-1[48] Ende GelĂ€nde erklĂ€rte, es seien auch KohlebefĂŒrworter mit Bussen angekommen und hĂ€tten anfangs friedlich fĂŒr die Braunkohle demonstriert.cite-ref-freie-radios-51-0[51] Nach Beendigung der Demonstration jedoch haben sich „rund 500 Anwohner, Kohlearbeiter und Neonazis am Fuße einer GleisbrĂŒcke“ versammelt und die Aktivisten auf einer Gleisblockade sowie vor dem Kraftwerk durch werfen von Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen, bedroht und beschimpft. Die Polizei griff lĂ€ngere Zeit nicht ein.cite-ref-eskalation-48-2[48]cite-ref-freie-radios-51-1[51]cite-ref-pm-1805-50-1[50] (siehe Abschnitt neonazistische Angriffe)

Sonntag, 15. Mai

Am Sonntag bestanden alle Blockaden weiter bis 15:00 Uhr. Rund 48 Stunden nach Beginn der Blockaden und ĂŒber 24 Stunden nach „Abschneiden“ des Kraftwerks erklĂ€rten die Pressesprecher von Ende GelĂ€nde das Ende der Aktion. Die meisten Gruppen verließen im Laufe des Nachmittags die Blockaden und kehrten ins Lausitzcamp zurĂŒck.cite-ref-pm-1805-50-2[50]

Einige harrten noch lĂ€nger aus. Eine Gruppe, die sich mit „lock-ons“ an die Schienen angekettet hatte, blieb, bis sie Sonntagnachmittag von der Polizei gerĂ€umt wurde. Eine weitere Gruppe hielt den Abraumbagger im Tagebau Welzow SĂŒd bis Montagmorgen besetzt. Eine weitere Schienenblockade wurde am Sonntag von der Polizei durch Wegtragen der verbliebenen Aktivisten gerĂ€umt.cite-ref-ende-gel-nde-berichte-39-1[39]cite-ref-52[52]

Am Nachmittag wurden die rund 130 festgenommenen Aktivisten mit einer Ausnahme aus dem Polizeigewahrsam entlassen.cite-ref-53[53] In der folgenden Woche wurden drei weitere Personen in Untersuchungshaft verbracht, zwei davon von der in der NÀhe gelegenen und gerÀumten Baumbesetzung Lautonomia, die ebenfalls gegen den Tagebau streitet.

Berichten einer zeitweise gefangenen Aktivistin und einer Pressemitteilung von Ende GelÀnde zufolge wurden den inhaftierten Aktivisten die Grundrechte auf Nahrung, Wasser und zwei Telefonate verweigert bzw. konnten nicht gewÀhrt werden aufgrund von Personalmangel auf der Wache.cite-ref-mdr2-54-0[54]

Bilder von den Aktionen

Neonazistische Angriffe

Laut Ende GelĂ€nde waren innerhalb der pro-Kohle Demonstration am Abend des 14. Mai vor dem Kraftwerk Gruppen lokaler Neonazis mit IGBCE Fahnen zugegen. Von Seiten der Polizei wurde die Beteiligung von Neonazis an der Demonstration nicht bestĂ€tigt.cite-ref-55[55] Der Verein Opferperspektive Brandenburg forderte spĂ€ter die Landesregierung und IGBCE zur AufklĂ€rung auf, „inwieweit es rechten Strukturen gelungen ist, die ‚Pro-Kohle‘-Demonstrationen fĂŒr sich zu nutzen“.cite-ref-opferperspektive-56-0[56]

Ende GelĂ€nde schrieb in einer Pressemitteilung, dass Aktivisten und Journalisten das Wochenende ĂŒber wiederholt an mehreren Orten von Personen aus dem rechten Spektrum angegriffen wurden.cite-ref-polizei-brandenburg-de-57-0[57] Die Opferperspektive Brandenburg sammelte nachtrĂ€glich Berichte von Angriffen und legte diese dem Landtag Brandenburgs vor. Es ist dort die Rede von „einer Vielzahl rechter Angriffe, die sich rund um die Protestaktionen in der Lausitz ereigneten. Dazu kommen weitere Übergriffe, bei denen ein rechter Tathintergrund anzunehmen ist.“cite-ref-opferperspektive-56-1[56]

Bereits am ersten Tag von Ende GelĂ€nde wurde eine Blockade von Robin-Wood-Kletterern von einer Gruppe von rund 60 Personen aus dem rechten Spektrum mit Feuerwerkskörpern „mit hoher Sprengkraft“ angegriffen und bedroht.cite-ref-opferperspektive-56-2[56]

Am Samstag Abend griff eine grĂ¶ĂŸere Menschengruppe, in der sich auch Neonazis befanden, eine Gleisblockade von Ende GelĂ€nde an, und versuchte diese zu stĂŒrmen. Die Gleisblockade wurde von den Aktivisten verteidigt. Mehrere Aktivisten und Passanten im Umfeld wurden körperlich angegriffen.cite-ref-opferperspektive-56-3[56]

Ende GelĂ€nde erklĂ€rte, es habe in der Nacht vom Samstag zum Sonntag auf eine der im Umfeld des Tagebaus gelegenen Mahnwachen im Spremberger Ortsteil Terpe (ein Infostand mit wenigen Personen) einen Angriff von fĂŒnf vermummten Personen mit BaseballschlĂ€gern gegeben, wobei ein Zelt sowie von den geflĂŒchteten Aktivisten zurĂŒckgelassene FahrrĂ€der zerstört worden seien.cite-ref-pm-1805-50-3[50] In der gleichen Nacht verfolgten mehrmals Autos mit lokalem Kennzeichen die Autos von Aktivisten und versuchten diese von der Straße abzudrĂ€ngen.cite-ref-opferperspektive-56-4[56] Unter den so BedrĂ€ngten war auch das Auto einer Journalistin der Tageszeitung TAZ.cite-ref-eskalation-48-3[48]

Die Angriffe setzten sich am Sonntag auf das Klimacamp fort, wobei Sonntag die Anwesenheit von Neonazis von der Polizei bestĂ€tigt wurde. Ein Teilnehmer des Lausitzcamps wurde Sonntag Abend von vermummten Personen niedergeschlagen und verletzt. Laut Opferperspektive Brandenburg weigerten sich Polizeibeamte „in mehreren FĂ€llen [
] Anzeigen durch Betroffene aufzunehmen oder diese zu schĂŒtzen.“ Gruppen aus der „lokalen Neonazi- und Hooliganszene“ von bis zu 50 Personen haben mehrfach und an verschiedenen Orten Teilnehmer von Ende GelĂ€nde angegriffen.cite-ref-opferperspektive-56-5[56]

Insbesondere in der Nacht vom Sonntag auf Montag befĂŒrchtete das Klimacamp erneut von Neonazis, jedoch von einer grĂ¶ĂŸeren Gruppe angegriffen zu werden und alarmierte erneut die Polizei. Die Polizei reagierte schließlich Sonntag Nacht entschieden und schickte eine Einsatzhundertschaft aus Hannover, die Streife fuhr, und einen Hubschrauber. Die Polizei teilte spĂ€ter mit, 57 potentiellen Angreifern, viele davon polizeibekannte rechtsmotivierte StraftĂ€ter, im Umfeld des Lausitzcamps Platzverweise erteilt zu haben. Bei diesen wurden Quarzsandhandschuhe und Messer gefunden. Die Polizei nahm jedoch keine Verhaftungen vor.cite-ref-pm-1805-50-4[50]cite-ref-58[58]

Von Freitag bis Sonntag konnten Ende-GelĂ€nde-Aktivisten weiteren Angriffen teils durch Flucht in ihre Autos und verriegeln der TĂŒren mehrmals knapp entgehen. Wiederholt wird berichtet, dass die regionale Polizei keine Anzeigen aufnehmen wollte, und die Angreifer unbehindert ließ.cite-ref-opferperspektive-56-6[56]

In der Region Cottbus existiert eine „gut organisierte“ und „durch hohe Gewaltbereitschaft gekennzeichnete rechte Szene.“ Die „Gewalteskalation“ ĂŒber Pfingsten sei deshalb laut der Gruppe „Opferperspektive“ keine Überraschung gewesen. Der Landtag Brandenburgs hĂ€tte jedoch die rechte Gewalt gegen Ende GelĂ€nde „völlig ausgeblendet“, stattdessen sei ausschließlich von „linken Krawallmachern“ die Rede gewesen, was zu einer „Normalisierung rechter Übergriffe“ fĂŒhre.cite-ref-opferperspektive-56-7[56]

Reaktionen und Bewertungen

Vattenfall

Der Konzern drosselte von Samstag, den 15. Mai bis Montag frĂŒh die Leistung seines Kraftwerkes Schwarze Pumpe, um mittelfristig den Betrieb aufrechterhalten zu können. Die Gesamteinspeisung fiel wĂ€hrend des Wochenendes auf rund 20 % der maximalen LeistungsfĂ€higkeit beider Blöcke. Einer der beiden Blöcke, der Block B, wurde von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 2:00 Uhr vom Netz genommen und lieferte laut Strombörse EEX in diesem Zeitraum keinen Strom.cite-ref-eex-transparency-com-2-1[2]cite-ref-59[59]

Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Hartmuth Zeiß, sagte: „Es ist eine absolut neue QualitĂ€t, dass durch gewaltsamen Druck ein Kraftwerk gezwungen werden soll, seine Produktion einzustellen und damit direkt in das deutsche Stromversorgungssystem einzugreifen. Das betrifft lĂ€ngst nicht mehr nur die Lausitz.“ Und weiter: „Entgegen der Aussagen von Klimacamp und Ende GelĂ€nde differenzieren sich die Gruppen nicht in gewaltbereite und friedliche Demonstranten, sondern haben sich mehrheitlich in einem Gewaltkonsens zusammengefunden, der sich gegen unser Unternehmen und unsere Aufgabe als Energieerzeuger richtet.“cite-ref-mdr1-60-0[60]

Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer teilte mit, die Warmwasser- und FernwĂ€rmeversorgung sei gefĂ€hrdet gewesen. Schirmer sagte: „Da hĂ€ngen Einrichtungen wie KrankenhĂ€user dran.“ Das Vorgehen der Protestler, mit Gewalt zu versuchen, ein Kraftwerk in die Knie zu zwingen, betrĂ€fe damit Menschen, die nichts mit Vattenfall zu tun hĂ€tten. Im TagebaugelĂ€nde selbst seien erhebliche SchĂ€den entstanden. Schirmer gab an, es seien GerĂ€te und Leittechnik zerstört worden.cite-ref-mdr2-54-1[54] Vattenfall sagte, Ende GelĂ€nde habe eine „Spur der VerwĂŒstung“ zurĂŒckgelassen.cite-ref-61[61]

Am 18. Mai 2016 erklĂ€rte Vattenfall, dass Kohlegegner sowohl Bahngleise, Signalanlagen als auch TagebaugerĂ€te manipuliert hĂ€tten. So seien unter anderem Gleisschuhe im Bereich der KohlebrĂŒcke ĂŒber die Bundesstraße 97 montiert worden, die bei einem Nichtauffinden den Absturz des Kohlezuges auf die darunter liegende Bundesstraße zur Folge gehabt hĂ€tten.cite-ref-62[62] Ende GelĂ€nde bestreitet diese VorwĂŒrfe entschieden und verweist auf den Aktionskonsens des zivilen Ungehorsams, wonach zwar zu friedlichen Blockaden, aber ausdrĂŒcklich nicht zu Gewalt gegen Dinge oder Menschen aufgerufen worden sei.cite-ref-pm-1805-50-5[50] Auf in darauf folgenden Tagen veröffentlichten Fotoscite-ref-63[63] sind jedoch Gleisschuhe zusammen mit Kohlegegnern fotografiert worden.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65] In einer „kurzen Bilanz“ am 7. Juni erklĂ€rte Ende GelĂ€nde bezĂŒglich der VorwĂŒrfe, es hĂ€tte Gleisschuhe gegeben. Diese wĂ€ren aber „offen sichtbar, im Bereich der großen, durch die Polizei am Sonntag Vormittag gerĂ€umten Sitzblockaden“ angebracht gewesen. Sie „dienten der Blockade und natĂŒrlich nicht der Entgleisung.“ Das Vorhandensein der Gleisschuhe sei Polizei und Vattenfall, auch an der BrĂŒcke ĂŒber die B 97, bekannt gewesen. Vattenfall habe bereits am Sonntag, 15. Mai 2016, die Gleisschuhe entfernt und „festgestellt: ‚KohlezĂŒge erreichen wieder Kraftwerk Schwarze Pumpe‘“. Das Entgleisen einer Lok am Dienstag, 17. Mai 2016, resultiere entweder aus einer nicht wahrgenommenen Sorgfaltspflicht Vattenfalls, die Schienen zu kontrollieren, oder „die Gleisschuhe [seien] erst nach Beendigung der Ende GelĂ€nde-Blockade angebracht worden, durch wen auch immer.“cite-ref-erste-kurze-bilanz-1-1[1]

Schwedisches Parlament, Regierung und Wissenschaft

Das schwedische Parlament setzte den Verkauf von Vattenfalls BraunkohlegeschĂ€ft als aktuelles Thema auf die Tagesordnung der Sitzung am 24. Mai 2016, eine Woche nach Ende GelĂ€nde, um â€žĂŒber Vattenfalls BraunkohlegeschĂ€fte und Klimaeffekte“ zu debattieren.cite-ref-vattenfall-2016-05-24-66-0[66] 350.org und Greenpeace fordern die schwedische Regierung im Rahmen einer langfristigen politischen Kampagne auf, den Verkauf abzusagen und das Lausitzer Revier mittelfristig zu schließen. Die Sitzung des schwedischen Reichstags unterbrachen sie mit einer Protestaktion gegen den Verkauf unter dem Motto „Schweden, verkauf Vattenfall nicht!“cite-ref-eeg-kampagne-67-0[67] Der ehemalige PrĂ€sidentschaftskandidat der USA, Al Gore, der Direktor des Potsdamer Instituts fĂŒr Klimafolgenforschung Joachim Schellnhuber, Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre und weitere Klimawissenschaftler forderten in einer gemeinsamen ErklĂ€rung ebenfalls eine Schließung des Reviers und einen Abbruch des Verkaufsprozesses. Dennoch hat die schwedische Regierung am 2. Juli den Verkauf genehmigt.cite-ref-vattenfall-verkauft-68-0[68]

Landesregierung Brandenburg

Die brandenburgische Landesregierung kritisierte die Art des Protests. MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) erklĂ€rte: „Wenn Aktionen in Gewalt und Nötigung umschlagen, ist eine rote Linie erreicht.“ Einige Aktivisten hĂ€tten dies offenkundig getan. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) bezeichnete die Aktivisten als „aus ganz Europa anreisende Rechtsbrecher“ und sagte: „NatĂŒrlich steht es jedermann frei, fĂŒr Unsinn und Unfug zu demonstrieren. Aber es darf nicht sein, dass in unserem Land Gewalt und Selbstjustiz um sich greifen.“cite-ref-mdr2-54-2[54] Die Angriffe aus neonazistischen Kreisen auf Ende GelĂ€nde Aktivisten wurden „auf das SchĂ€rfste verurteilt.“cite-ref-klimaretter-21393-69-0[69] Das Innenministerium Brandenburgs teilte jedoch mit, ausschließlich gegen 213 Personen wegen der Teilnahme an Ende GelĂ€nde zu ermitteln.cite-ref-klimaretter-21393-69-1[69]

Landtag Sachsen

Auf Antrag der CDU debattierte der SĂ€chsische Landtag am 26. Mai ĂŒber Ende GelĂ€nde. Abgeordnete der CDU bezeichnete die Aktivisten von Ende GelĂ€nde als „KrawallbrĂŒder“, „GewalttĂ€ter“, „Klimarandalierer“ und „Terroristen“. Die GrĂŒnen und die Linke widersprachen. Die AfD verbreitete Thesen, die den anthropogenen Klimawandel in Frage stellen.cite-ref-70[70]cite-ref-71[71] Ein Parlamentarier der Linken, der als parlamentarischer Beobachter an Ende GelĂ€nde teilnahm und deshalb von der CDU zur Selbstanzeige aufgefordert wurde, kommentierte: „Wer wie die CDU zivilen Ungehorsam als ‚Gewaltausbruch‘ denunziert, hat nicht begriffen, wie die Zivilgesellschaft in der Demokratie funktioniert.“cite-ref-72[72]

Ende GelÀnde

Ende GelĂ€nde war die „grĂ¶ĂŸte Aktion zivilen Ungehorsams die je klimapolitisch stattgefunden hat“.cite-ref-freie-radios-77149-73-0[73] Ende GelĂ€nde wertet insgesamt das Umsetzen des Aktionskonsens als Erfolg, da sich alle Teilnehmer an die vereinbarten Prinzipien des zivilen Ungehorsams gehalten haben, was beachtenswert sei, da viele Aktivisten nach zwei Tagen und zwei NĂ€chten Blockade Ă€ußerst erschöpft waren.cite-ref-freie-radios-51-2[51] „Die Aktion verlief weitgehend ruhig, gut organisiert und besonnen.“cite-ref-pm-1505-74-0[74]

Kritisch wurde die ĂŒberstrapazierte „Aktions-Logistik“ erwĂ€hnt, da unter anderem die KĂŒche nicht auf eine so hohe Teilnehmerzahl vorbereitet war, was gleichwohl auch mit dem Erfolg der Mobilisierung begrĂŒndet war.cite-ref-freie-radios-77149-73-1[73]

Ende GelĂ€nde demonstrierte nach dem Aktionswochenende vor der schwedischen Botschaft in Berlin, wĂ€hrend das schwedische Parlament ĂŒber den Verkauf debattierte.cite-ref-75[75] Ein Sprecher von Ende GelĂ€nde sprach auf dem Auftaktpodium der „Energiewende-retten!“-Demonstration in Berlin am 2. Juni 2016,cite-ref-eeg-kampagne-67-1[67] zu der Ende GelĂ€nde auch aufrief.cite-ref-76[76]

Das Ende GelĂ€nde BĂŒndnis wirft Vattenfall vor, mit der Verbreitung von „GewalttĂ€ter-VorwĂŒrfen“ eine „Ablenkungskampagne“ betrieben zu haben. Die GewaltvorwĂŒrfe seien „haltlos“ weil tatsĂ€chlich zu keinem Zeitpunkt Menschen durch Ende GelĂ€nde Aktivisten verletzt worden seien. Über das eigentliche Problem, die Verbrennung von Kohle, Klimawandel und Kohleausstieg, sei deshalb von Seiten Vattenfalls und Teilen der brandenburgischen Politik kaum gesprochen worden. Ende GelĂ€nde sieht sich gleichwohl durch die ĂŒberwiegend gute Medienberichterstattung, die UnterstĂŒtzung von Klimawissenschaftlern und die „ermutigende Erfahrung fĂŒr viele Klimaaktivist*innen“ der erfolgreichen Blockade bestĂ€rkt. Im Jahr 2017 fand Ende GelĂ€nde, wie kurz nach der Aktion angekĂŒndigt, im rheinischen Revier statt.cite-ref-erste-kurze-bilanz-1-2[1]

Strafverfolgung und Verfassungsschutz

Eine Teilnehmerin der Proteste wurde in einem beschleunigten Verfahren wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einem Monat Freiheitsstrafe verurteilt.cite-ref-mdr1-60-1[60] Insgesamt waren eine Woche nach Ende GelĂ€nde vier Aktivisten in Haft, sowohl von Ende GelĂ€nde als auch aus der kurz darauf gerĂ€umten Baumbesetzung „Lautonomia“.cite-ref-77[77] Bis zum 12. Juli 2016 wurden alle vier Aktivisten entlassen, nachdem sie ihre Personalien angaben, ihre Haftstrafe auslief, und im Falle von „Clumsy“ eine Fluchtgefahr laut Amtsgericht Görlitz nicht mehr bestand.cite-ref-78[78]

Gegen die 57 Personen aus dem Neonaziumfeld, denen die Polizei Sonntag Nacht Platzverweise erteilte, als diese scheinbar das Lausitzcamp angreifen wollten, erhob die Staatsanwaltschaft keine Anzeige, auch wurde niemand in Gewahrsam genommen.cite-ref-opferperspektive-56-8[56]cite-ref-polizei-brandenburg-de-57-1[57]

Im Bericht des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz wird Ende GelĂ€nde 2015 und 2016 erwĂ€hnt, wonach „Linksextremisten dieses Thema (Klimaschutz) mit der grundsĂ€tzlichen Kritik am ‚kapitalistischen System‘“ verbinden wĂŒrden.cite-ref-79[79]

Am 24. Oktober 2018 wurde ein 47-jÀhriger Aktivist freigesprochen, er war wegen Hausfriedensbruchs angeklagt, die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 800 Euro gefordert.cite-ref-80[80]

Verkauf von Vattenfall an EPH

Am 24. Mai 2016 debattierte das schwedische Parlament ĂŒber Vattenfalls BraunkohlegeschĂ€fte und Klimaeffekte.cite-ref-vattenfall-2016-05-24-66-1[66] Die schwedische Regierung genehmigte dennoch am 2. Juli den Verkauf.cite-ref-vattenfall-verkauft-68-1[68] Am 30. September wurde der vollzogene Verkauf des Lausitzer Reviers, der Kraftwerke, Tagebaue und Verpflichtungen zur ökologischen Nachsorge von Vattenfall an EPH gemeldet. Der Verkaufspreis war jedoch gegenĂŒber den ersten Prognosen im Jahr 2015 stark gesunken. So hatte Vattenfall ursprĂŒnglich 2 bis 3 Milliarden Euro einnehmen wollen. Schließlich musste eine unterschiedlich hoch angegebene Summe von 1,7 bis 3 Milliarden Euro an EPH gezahlt werden, um die mit der Braunkohle verbundenen Verpflichtungen an EPH abzugeben. Vattenfall rechnete mit 2,4 bis 3 Milliarden Euro Verlust im GeschĂ€ftsjahr 2016 durch den „Verkauf“.cite-ref-81[81] Die erste Aufsichtsratssitzung von EPH in Cottbus am 11. Oktober 2016 war von Protesten von Ende GelĂ€nde begleitet.cite-ref-82[82]

Weitere juristische Aufarbeitung

Aus der Antwort des Ministers der Justiz und fĂŒr Europa und Verbraucherschutz namens der Landesregierung des Landes Brandenburg auf die kleine Anfrage der AfD-Fraktion ist zu entnehmen, dass am 2. August 2017 von 64 Ermittlungsverfahren ein Verfahren durch eine Verurteilung zu 60 TagessĂ€tzen Ă  10 Euro abgeschlossen wurde. 16 Verfahren bis dahin eingestellt waren. 25 Verfahren noch offen waren. Und weitere 22 Verfahren ĂŒberwiegend eingestellt waren. In den offenen Verfahren dauerten die Ermittlungen an.cite-ref-83[83]

Weblinks

Commons

: Ende GelÀnde 2016

– Sammlung von Bildern

‱ Ende GelĂ€nde
‱ Photos und Textberichte von Ende GelĂ€nde
‱ Photostream auf Flickr

Einzelnachweise

cite-note-erste-kurze-bilanz-11. ↑ Presse-AG des Ende GelĂ€nde-BĂŒndnisses (Stand 7. Juni 2016): Erste kurze Bilanz nach Ende GelĂ€nde im Mai 2016 (Memento vom 10. Juni 2016 im Internet Archive)
cite-note-eex-transparency-com-22. ↑ Transparency in Energy Markets – TatsĂ€chliche blockscharfe Produktion (≄ 100 MW). In: eex-transparency.com. Archiviert vom Original am 23. Mai 2016; abgerufen am 23. Mai 2016.
cite-note-33. ↑ Mai 2016: Break Free from Fossil Fuels (Memento vom 4. Juni 2016 im Internet Archive)
cite-note-44. ↑ Ende GelĂ€nde: Wer wir sind (Memento vom 11. Februar 2017 im Internet Archive)
cite-note-interventionistische-linke-org-55. ↑ http://interventionistische-linke.org/termin/ende-gelaende-und-wie-weiter
cite-note-eg-aufruf-66. ↑ Ende GelĂ€nde: Wir sind das Investitionsrisiko (Memento vom 12. Juni 2016 im Internet Archive)
cite-note-77. ↑ Viel Kritik nach Kohle-Protestwochenende in der Lausitz (Memento vom 17. Juli 2020 im Internet Archive)
cite-note-88. ↑ MĂ€rkische Allgemeine, Potsdam, Brandenburg, Germany: Tschechisches Unternehmen EPH kauft Kohlesparte – KĂ€ufer fĂŒr Lausitzer Braunkohle gefunden / Brandenburg – MAZ – MĂ€rkische Allgemeine. In: MĂ€rkische Allgemeine Zeitung. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. Mai 2016; abgerufen am 13. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.maz-online.de
cite-note-99. ↑ https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/fossile-energien/schmelzende-reserven Braunkohle: Vattenfall-KĂ€ufer reduziert RĂŒckstellungen, Wer ist der tschechische KĂ€ufer von Vattenfalls BraunkohlegeschĂ€ft? Etwas Recherche zeigt: Ein Unternehmen ohne Verantwortung. Greenpeace, 20. Mai 2016.
cite-note-1010. ↑ Oettinger hĂ€lt Braunkohle bis 2050 fĂŒr unverzichtbar (Memento vom 12. Juni 2016 im Internet Archive), Pressemeldung von Pro-Lausitzer Braunkohle, 27. August 2014.
cite-note-pro-lausitz-1111. ↑ Lausitzer Braunkohle – der Klimakiller? in der Reihe: „Einfach erklĂ€rt“. In: pro-lausitz.de. pro Lausitzer Braunkohle, 18. November 2014, archiviert vom Original am 20. Januar 2018; abgerufen am 17. April 2017.
cite-note-breakfree-1212. ↑ May 2016: Break Free from Fossil Fuels (Memento vom 9. MĂ€rz 2019 im Internet Archive)
cite-note-1313. ↑ GrĂ¶ĂŸtes Lausitzcamp aller Zeiten war voller Erfolg (Memento vom 10. September 2016 im Internet Archive), Pressemeldung Lausitzcamp, 18. Mai 2016
cite-note-1414. ↑ Demo & Camp. In: bund.net. Archiviert vom Original am 13. Mai 2016; abgerufen am 13. Mai 2016.
cite-note-1515. ↑ »Ende GelĂ€nde«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de. In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.
cite-note-rbb-online-protestaktion-1616. ↑ "Herzschlagader" von Schwarze Pumpe war abgeklemmt (Memento vom 29. Juni 2020 im Internet Archive)
cite-note-1717. ↑ https://cycleeg2016.org/ Cycle Ende GelĂ€nde 2016 homepage (englisch)
cite-note-1818. ↑ SolidaritĂ€t mit dem friedlichen Protest gegen die Kohle – Es braucht ein deutliches Zeichen gegen die Kohlekraft (Memento vom 13. Juni 2016 im Internet Archive)
cite-note-ber-uns-1919. ↑ Über uns – Ende GelĂ€nde. In: www.ende-gelaende.org. Abgerufen am 19. Mai 2016.
cite-note-2020. ↑ Wolfgang Rupieper, Vorstandsvorsitzender von „Pro Lausitzer Braunkohle“ im Interview mit der TAZ, NR. 11010 | 18. Woche | 38. Jahrgang Mittwoch/Donnerstag, 4./5. Mai 2016 Seite 2.
cite-note-2121. ↑ http://www.pro-lausitz.de/ Pro Lausitzer Braunkohle e. V.
cite-note-2222. ↑ https://www.freie-radios.net/77324
cite-note-2323. ↑ Wir lassen die Lausitz nicht ausradieren – wir baggern sie ab! Zum Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ (Memento vom 29. Juni 2016 im Internet Archive)
cite-note-spiegel-118184388-2424. ↑ Sven Becker: ENERGIE: Vattenfall ist ĂŒberall. In: Der Spiegel. Nr. 44, 2013 (online).
cite-note-2525. ↑ https://www.lobbycontrol.de/2014/04/vattenfall-meinungsmache-fuer-braunkohle-in-der-lausitz/
cite-note-wieteilnehmen-2626. ↑ FAQ - Wie kann ich teilnehmen? (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-2727. ↑ 6. Lausitzer Klima- & Energiecamp 2016 (Memento vom 4. Oktober 2016 im Internet Archive)
cite-note-2828. ↑ Video Ende GelĂ€nde: Kohlegegner verlassen Lausitz. In: rbb Mediathek. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 16. Mai 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Mai 2016; abgerufen am 19. Mai 2016.
cite-note-aktionstrainings-2929. ↑ Aktionstrainings zur Kohleblockade “Ende GelĂ€nde 2016” (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive). Eines von vielen Aktionstrainings im Vorfeld von Ende GelĂ€nde
cite-note-3030. ↑ Rechtliches – Ende GelĂ€nde (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-3131. ↑ http://www.jetzt.de/politik/besetzung-eines-kohlekraftwerks-in-der-lausitz
cite-note-3232. ↑ Take Care! - Sorgt gut fĂŒr euch! (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-3333. ↑ SanitĂ€ter*innen bei „Ende GelĂ€nde“ (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-3434. ↑ http://www.bulling-schroeter.de/ende-gelaende-legt-finger-in-wunde-der-energiewende/
cite-note-3535. ↑ https://junepa.noblogs.org/post/2016/06/01/ende-gelaende-bericht-2/
cite-note-3636. ↑ Neues deutschland: Live Ticker: »Ende GelĂ€nde«: Aktivisten besetzen Welzow-SĂŒd (neues deutschland). 13. Mai 2016, abgerufen am 20. September 2016.
cite-note-3737. ↑ Die Lausitz schreibt (Anti-)Kohle-Geschichte (Memento vom 20. Juni 2020 im Internet Archive)
cite-note-3838. ↑ »Ende GelĂ€nde«: Aktivisten besetzen Welzow-SĂŒd | nd-aktuell.de. In: neues-deutschland.de. 13. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.
cite-note-ende-gel-nde-berichte-3939. ↑ Ende GelĂ€nde, Berichte (Memento vom 1. Juni 2016 im Internet Archive), abgerufen am 1. Juni 2016.
cite-note-4040. ↑ »Ende GelĂ€nde«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de. In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.
cite-note-4141. ↑ Neues deutschland: Live Ticker 14. Mai 2016 »Ende GelĂ€nde«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks (neues deutschland). 14. Mai 2016, abgerufen am 20. September 2016.
cite-note-youtube-com-4242. ↑ graswurzel.tv: Flutung des KraftwerkgelĂ€ndes Schwarze Pumpe. 14. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
cite-note-4343. ↑ Vattenfall Überwachungskamera: Video von Ende GelĂ€nde Demonstranten die in das Kraftwerk Schwarze Pumpe eindringen und am Tor rĂŒtteln. 14. Mai 2016, abgerufen am 20. September 2016.
cite-note-4444. ↑ Jan Brock: Die Besetzung von »Schwarze Pumpe« | nd-aktuell.de. In: neues-deutschland.de. 16. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.
cite-note-polbrb-4545. ↑ Schwerer Landfriedensbruch durch Umweltaktivisten begangen (Memento vom 15. Mai 2016 im Internet Archive). Pressemeldung der Polizei Brandenburg, Pressestelle der Polizeidirektion SĂŒd Cottbus, 14. Mai 2016
cite-note-mopo-4646. ↑ Paul Hertzberg: Braunkohlegegner stĂŒrmen KraftwerksgelĂ€nde – 120 Festnahmen. Berliner Morgenpost, 14. Mai 2016, abgerufen am 15. Mai 2016.
cite-note-4747. ↑ Ausschreitungen bei Protesten gegen Braunkohle in der Lausitz (Memento vom 9. Juni 2016 im Internet Archive), evangelischer Pressedienst, Pressemeldung am 15. Mai 2016
cite-note-eskalation-4848. ↑ Eskalation in der Lausitz. Taz.de, 15. Mai 2016. Abgerufen am 15. Mai 2016.
cite-note-4949. ↑ »Ende GelĂ€nde«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de. In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.
cite-note-pm-1805-5050. ↑ Pressemitteilung vom 18.5. – Ende GelĂ€nde (Memento vom 19. Mai 2016 im Internet Archive). Pressemitteilung vom 18. Mai 2016.
cite-note-freie-radios-5151. ↑ Weltweite Aktionstage gegen Abbau von Braunkohle und fossilen Energien – Ende GelĂ€nde Aktionen in der Lausitz, Radio Dreyeckland, 21. Mai 2016
cite-note-5252. ↑ https://www.freie-radios.net/77137 Radio Corax 16. Mai 2016 im Archiv von Freie Radios
cite-note-5353. ↑ Festgenommene Umweltaktivisten kommen wieder auf freien Fuß. Welt Online, 15. Mai 2016.
cite-note-mdr2-5454. ↑ Braunkohlegegner beenden Blockadeaktionen – offiziell (Memento vom 15. Mai 2016 im Internet Archive). MDR.de, 15. Mai 2016.
cite-note-5555. ↑ Spontandemo gegen Aktionen von Klimaschutz Aktivisten in der Lausitz (Memento des Originals vom 17. Mai 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lr-online.de. LR Online, 15. Mai 2016.
cite-note-opferperspektive-5656. ↑ Opferperspektive Brandenburg, Pressemitteilung: Rechte Gewalteskalation wĂ€hrend der „Ende GelĂ€nde“-Proteste durch die Landespolitik totgeschwiegen, 7. Juni 2016
cite-note-polizei-brandenburg-de-5757. ↑ Einige Fakten aus dem Polizeieinsatz ĂŒber Pfingsten in der Lausitz (Memento vom 19. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-5858. ↑ Ende GelĂ€nde: Kohlegegner verlassen Lausitz (Memento vom 19. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-5959. ↑ https://twitter.com/BenjaminBeutler/status/734438608413855744 Diagramm von Benjamin Beutler auf Grundlage der Rohdaten der Strombörse
cite-note-mdr1-6060. ↑ Schwarze Pumpe weiterhin blockiert (Memento vom 20. August 2016 im Internet Archive). MDR.de, 15. Mai 2014.
cite-note-6161. ↑ RBB am 18. Mai 2016 (Memento vom 26. Juni 2020 im Internet Archive)
cite-note-6262. ↑ Kohlebahn am Dienstag kurz entgleist. Lausitzer Rundschau, 18. Mai 2016.
cite-note-6363. ↑ Kraftwerke-Blockade - Ende im Lausitzer GelĂ€nde. In: deutschlandfunk.de. 17. Februar 2024, abgerufen am 17. Februar 2024.
cite-note-6464. ↑ Twitter Account von Channoh Peepovicz. Twitter Account Ende GelĂ€nde, 15. Mai 2016 – 08:30 Uhr.
cite-note-6565. ↑ Foto Gleisblockade. Twitter Account Ende GelĂ€nde, 15. Mai 2016 – 08:30 Uhr.
cite-note-vattenfall-2016-05-24-6666. ↑ http://www.riksdagen.se/en/ Im Original heißt es dort am 23. Mai 2016: „On Tuesday, a current affairs debate will be held on Vattenfall’s lignite operations and climate effects.“
cite-note-eeg-kampagne-6767. ↑ http://www.bee-ev.de/home/politik/eeg-kampagne/
cite-note-vattenfall-verkauft-6868. ↑ http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-07/schweden-vattenfall-verkauf-braunkohle-eph-gruppe Die Zeit, Vattenfall verkauft Braunkohle-Sparte nach Tschechien, 2. Juli 2016
cite-note-klimaretter-21393-6969. ↑ Rot-Rot verurteilt "Gewalt und Nötigung" (Memento vom 29. Juni 2020 im Internet Archive) Klimaretter, 11. Juni 2016.
cite-note-7070. ↑ Malte Kreutzfeldt: Kommentar Klimaprotest: Braunkohle-Fans drehen völlig durch. In: taz.de. 27. Mai 2016, abgerufen am 30. Januar 2024.
cite-note-7171. ↑ http://www.archiv.klimaretter.info/politik/nachricht/21295-krawallbrueder-im-saechsischen-landtag@1@2Vorlage:Toter Link/www.archiv.klimaretter.info (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche in Webarchiven)
cite-note-7272. ↑ http://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2016/05/marco-boehme-linke-haltlose-vorwuerfe-der-cdu-zu-ende-gelaende-grenzen-an-ueble-nachrede-und-sind-schlicht-falsch-138121
cite-note-freie-radios-77149-7373. ↑ https://www.freie-radios.net/77149 Weltweite Aktionstage gegen Abbau von Braunkohle und fossilen Energien – Ende GelĂ€nde Aktionen in der Lausitz, Interview von Radio Dreyeckland mit einer Sprecherin von Ende GelĂ€nde, 17. Mai 2016
cite-note-pm-1505-7474. ↑ Pressemitteilung vom 15.5.2016; 16.07 Uhr – Ende GelĂ€nde (Memento vom 19. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-7575. ↑ Pressemitteilung vom 24.5.2016 – Ende GelĂ€nde (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-7676. ↑ https://www.facebook.com/events/1328852990462730/
cite-note-7777. ↑ Pressemitteilung vom 21.05 – Ende GelĂ€nde. In: www.ende-gelaende.org. Abgerufen am 22. Mai 2016.
cite-note-7878. ↑ Protest bei Prozess gegen Braunkohle-Gegner (Memento vom 19. Juli 2016 im Internet Archive), MDR Fernsehen am 2. Juni 2016
cite-note-7979. ↑ Linksextremistisch motivierte Aktionen gegen Unternehmen der Energiebranche (Memento vom 9. Mai 2016 im Internet Archive)
cite-note-8080. ↑ RBB24 - Kohle-Gegner in Cottbus freigesprochen (Memento vom 11. Juni 2020 im Internet Archive)
cite-note-8181. ↑ Verkauf von Vattenfall-Sparte an EPH vollzogen: Brandenburgs Braunkohle jetzt in tschechischer Hand (Memento vom 1. Juli 2020 im Internet Archive)
cite-note-8282. ↑ Pressemitteilung vom 11.10.2016 – Ende GelĂ€nde. In: ende-gelaende.org. Archiviert vom Original am 1. November 2016; abgerufen am 1. November 2016.
cite-note-8383. ↑ Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 2851 des Abgeordneten Andreas Kalbitz (Memento vom 24. August 2017 im Internet Archive; PDF)